Hallo hier gibt es eine weitere Geschichte.

Diesmal ohne realle Vorgeschichte.

 

Im Schloss Ebertin von Tiez herrschte tiefe Bestürzung. Gabriel Rosner ein junger Mann von 28 Jahren saß mit den Händen vorm Gesicht in einen der vielen Salons. Er fuhr mit seinen Händen durch das schwarze Haar das nicht erst jetzt ziemlich zersaust aussah. Gabriel war ein großer Mann dessen Autorität fast jeden verstummen lies aber nun saß er zusammengesunken in einem der bequemen Sessel und seine Gedanken drehten sich in seinem Schädel. Wie um wenigstens einen davon festzuhalten vergrub er seinen Kopf wieder in seine großen Hände. Er schaute auf als König Ronald eintrat der vom Arzt kam. Dieser sagte nichts und schaute nur bedrückt. König Ronald unterschied sich von Gabriel wie der Tag von der Nacht. Er war schlanker aber nicht weniger trainiert und sein Haar war Strohblond. Er schenkte sich und Gabriel ein Glas Warbein, ein sehr stark alkoholhaltiges Getränk, ein und reichte es dem Freund. Sie nahmen einen Schluck. Als er immer noch nicht sprach ergriff Gabriel das Wort.

 

„Glaubst du ter Veen kann noch etwas machen?“

„Ich hab keine Ahnung der Junge war fast blau als man ihn holte das hast du doch gesehen.“ Ronald war niedergeschlagen

„Ja, verdammte Scheiße. Ich war so froh als ich hörte das es ein Junge ist und kein Mädchen.“

„Dann ginge es uns auch nicht besser jetzt, so können wir wenigstens hoffen.“ Sagte Ronald.

„Worauf das du einen kranken Sohn hast? Ronald es tut mir leid aber wenn der Doc nicht gleich kommt werde ich zu ihn hingehen und das Kind holen.“

„Das verbiete ich dir.“

„Er wird regieren müssen und er wird in diesen unseligen Krieg ziehen müssen und dafür brauchen wir einen gesunden König. Sina ist in der Lage noch mehr Kinder zu bekommen.“

„Du weist nicht was du da verlangst.“

„Komm jetzt nicht mit dem tollen Argument du hast ja keine Kinder. Mein Freund ich wäre glücklich wenn Renata Kinder bekommen könnte, beziehungsweise wenn ich welche zeugen könnte.“

„Schon gut ich weis worauf du wegen mir verzichtest.“

Wieder stellte sich das Schweigen ein, bis sich die Tür öffnete und der Doktor eintrat.

 Gott sei Dank.“ Ronald sah den Doktor an und schaute auf dessen Miene die nichts Gutes Verhieß.

„Er lebt aber wenn er am Leben bleiben soll dann würde ich eine Nottaufe vorschlagen ich glaube nicht dass er älter als ein halbes Jahr wird.“

Gabriel fuhr sich mit den Händen durchs Gesicht und seufzte.

„Glaubst du es oder weist du es?“

„Gabriel ich bin Arzt und kein Hellseher. Nach meinen Erfahrungen kann er nicht älter werden. Aber so schwach er auch ist er hat scheinbar ein starkes Herz sonst wäre er schon Tod und noch etwas die Geburt war für Sina sehr schwer sie wird keine weiteren Kinder bekommen  dürfen ohne selbst dabei zu sterben. Sie ist zu schwach.“

Erschöpft sank Ronald auf den Stuhl und sah seinen Freund bittend an. Dieser schüttelte den Kopf.

„Ronald bitte las mich eben mit dem Doc allein.“

„Gabriel sie sind alles was ich habe. Mein Vater ist schon Tod es sind nur diese Beiden, meine Mutter, du, Renata und deine Eltern übrig geblieben, ich werde nie eine andere lieben. Denk bitte daran und nun werde ich hingehen und meinen Sohn in den Arm nehmen.“

Gabriel seufzte noch mal als er weg war.

„Doc bitte sag mir das er leben wird.“

„Das kann ich nicht.“

„Gut gib mir die Pille und die Spritze und sieh zu das Ronald in einer halben Stunde aus dem Weg ist von mir aus versetz ihn in den Schlaf.“

„Dafür wird er mich köpfen.“ Der Arzt gab ihn das Gewünschte. Gabriel schaute es sich an.

„Besser als das was er für mich empfinden wird, er wird mich bis zu seinem Lebensende hassen. Geh jetzt.“

 

Gabriel sah auf die kleine Pille für Sina und die Spritze für das Kind. Zum Teufel mit den Bräuchen er würde erst mal zu Sina gehen. Er liebte seine Königin vom ersten Tag an als er sie sah. Er ging in ihre Gemächer und schickte ihre Gesellschafterin raus.

„Hallo Sina wie geht es dir?“

„Gut Gabriel du kommst allein. Wo ist Ronald? Stimmt etwas nicht?“

„Es ist alles in Ordnung.“ Sagte er Gewohnheitsmäßig.

„Oh nein Gabriel diesmal werde ich mich nicht mit dieser Rede abspeisen lassen ich will meinen Sohn sehen.“

„Es geht im Moment nicht. Sina er ist sehr schwach.“

„Was heißt das schon. Mein Bruder war auch nicht sehr stark bei der Geburt erzählte mir meine Mutter und was ist? Er ist ein starker Mann geworden der mit euch Seite an Seite im Krieg gekämpft hat.“ Sina hatte sich ereifert und ihre Wangen glühten. Sie sah wunderschön aus. Ihr helles Haar umrahmte ihr Gesicht und ihre dunklen Augen funkten Feuer im Moment. Ihre schlanke Figur konnte man unter der Decke, die züchtig hochgezogen war nur erahnen. Gabriele konnte nicht anders und sie bewundern sie war wirklich wunderschön auch jetzt. Sah wunderschön aus? Moment mal hatte der Doc nicht gesagt sie sei im Moment sehr schwach?

„Der Doc sagte du bist im Moment etwas schwach wie fühlst du dich wirklich?“

„Was weis dieser Mann schon. Oh ja wie man Knochenbrüche heilt und Kriegsverletzungen darin ist er ein As. Ihn wurde alles gelehrt was die Medizin hergibt aber seien wir ehrlich Gabriel wie viel wissen sie über Frauen, über die Geburt? Gar nichts sie können es nicht wissen, weil nur verheiratete Frauen Kinder haben dürfen und diese dürfen sie nicht unnötig berühren weil wir ja unserem jeweiligen Mann gehören. Verdammt noch mal dieses Gesetzt verbietet ihnen geradezu uns vernünftig zu versorgen. Es ist ja auch nicht weiter schlimm wenn wir sterben wir sind ja nur Gegenstände nach dem Gesetzt. Ändert es Gabriel du und Ronald ihr habt die Macht dazu. Ich bin zu schwach? Das heißt ja wohl dass ich keine Kinder mehr bekommen kann und damit ist meine Rolle hier am Hofe vorbei. Oh mein Gott du willst mich doch nicht auch noch töten?“

Gabriel schüttelte den Kopf, er hatte viel im Krieg gesehen. Männer die verletzt wurden und Männer die um ihr Leben flehten. Aber diese Frau übertraf sie und sie sah verdammt gut aus dabei. Außerdem hatte er sie noch nie fluchen gehört.  Was sollte er machen. Er würde ihr die Pille nicht geben. Er würde sie leben lassen.

„Ich werde dich nicht töten und hatte es niemals vor ich mache nur einen Besuch.“ Log er.

„Dann lass mich endlich meinen Sohn sehen.“

„Du kannst ihn im Moment nicht sehen aber Ronald ist bei ihm.“

„Ich weis das er ein wunderbarer Prinz sein wird und sieht er nicht genauso aus wie sein Vater?“

Gabriel der es vermieden hatte sich den Jungen anzusehen nickte. Was zum Henker hatte der Doc sich gedacht als er sagte dass diese Frau schwach war. Sie kämpfte für ihr Baby. Gabriel schwieg zu lange.

„Gabriel, was hast du vor, du lässt das Kind am Leben hast du mich verstanden? Ich bin deine Königin und ich befehl es dir.“

Zum Teufel mit den Bräuchen, diese Frau lag zwar noch immer in einem Bett, aber sie würde wieder aufstehen und das Kind würde leben. Er kniete nieder.

„Ja meine Königin ich werde gehorchen, ich sag deiner Kammerzofe bescheid, sie soll dich noch hübscher machen wie du schon bist damit du den Namen bekannt geben kannst. Wie soll er den nun heißen?“

„Verschwinde Gabriel das habe ich dir die ganze Zeit nicht gesagt und nun wirst du wohl oder übel noch warten können. Ich will meinen Mann sehen er soll mir unseren Sohn bringen.“

„Ja Hoheit.“ Gabriel schmunzelte und stand auf. Wenn der Sohn nur etwas von dieser Kraft hatte dann würde er leben und regieren.

 

Er rief die Kammerzofe und ging zu Ronald, dieser sah wütend aus. „Gabriel hast du ihn befohlen mich einschlafen zu lassen?“

„Hatte ich ja.“ Er schaute zum Doc und musste mit einmal lachen, dieser hatte ein blaues Auge. Es war ein gutes Lachen und er konnte beim besten Willen nicht aufhören, er steckte die Beiden an. Er gab dem Doc die Pille und die Spritze wieder und lachte immer noch.

„Doc du bist zu nichts zu gebrauchen.“ Er grinste und wandte sich zu Ronald. „Deine Frau lebt, von wegen schwach. Sie hat gekämpft wie eine Löwin für ihren Sohn und für sich. Bring ihn ihr. Und wenn du wieder bei Verstand bist dann reden wir über das Knute Recht wir müssen es ändern.“

„Ja das müssen wir wohl. Danke mein Freund.“ Der König umarmte ihn.

„Dank nicht mir sondern deiner Frau und nun sieh zu das du hin kommst ich will endlich den Namen des Kindes wissen.“

Ronald beeilte sich wirklich. Eine halbe Stunde später verkündete Königin Sina den Namen des zukünftigen Regenten.

„Sein Name wird  Frederick, Ronald, Gabriel, Bertram, Oliver von Tiez und Bärenklauenburg sein.“

 

Der Prinz erholte sich eine Nottaufe war unnötig und so konnte ein halbes Jahr späte eine richtige Taufe gefeiert werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

7 Jahre später an einem anderen Ort.

 

„Sieh zu das du den Bastard los wirst.“ Der Mann sah auf das kleine Mädchen das sich in eine Ecke verkrochen hatte und dicht an der Heizung saß.

„Wo soll ich den mit ihr hin, du lässt mir nicht genug Geld das ich mir eine eigene Wohnung leisten kann.“

„Du bist hier zuhause, aber dieses hier ist ein Bordell und kein Kindergarten.“

„Warum soll ich sie auf einmal loswerden?“

„Weil sie gestern bei Fee im Zimmer war und der Mann beinahe einen Herzinfarkt bekommen hat als er sah dass eine 6 Jährige ihn beim Sex beobachtete.“

„Sie ist in das Zimmer gegangen weil sie zu Celly wollte, Gott sei dank hat sie nicht mitbekommen was du mit Celly gemacht hast.“

Der Mann sah wieder zur Kleinen, sie war ihm nicht ganz geheuer, sie schrie und lachte nicht wenn er in der Nähe war sie blieb still und beobachtete und das hatte sie auch vorgestern getan. Das Gespräch mit seinem besten Freund in seinem Büro war aber nicht für andere bestimmt und wenn sein Kugelschreiber nicht vom Tisch gerollt wäre hätte er sie niemals unterm Tisch entdeckt. Sie saß dort als wenn es die natürlichste Sache von Bajorla wäre. Er hatte sie drunter weg gezogen und auf dem Tisch gezehrt und ihr ein paar Hiebe auf den Hintern versetzt. Mit der Hand an ihrem Hals hatte er sie gefragt  ob sie schon öfters dort gesessen hatte wenn er Besuch hatte. Sie nickte nur, sie weinte nicht einmal. Seine Kinder hätten lauthals geweint und nach Mama geschrieen, dieses nicht. Es schaute ihn nur mit großen blauen Augen an. Er fragte sie ob sie jemals was verraten hatten. Diesmal schüttelte sie mit dem Kopf. Mit einem Fußtritt und der Drohung es dabei zu belassen schmiss er sie aus dem Büro. Doch sie konnte nicht hier bleiben, aber töten konnte er sie auch nicht. An einer Hure ein Exempel zu statuieren war  sinnvoll wenn sie ausriss und hielt die anderen davon ab es ihr gleich zu tun. Aber ein Kind zu töten, er hoffte das es nicht nötig war.

„Bring sie weg, sehr weit weg und sieh zu das sie nicht wieder nach Hause kommt. Oder du kannst sie morgen aus dem Fluss fischen. Du weist doch wie viele Kinder und Babys dort herausgefischt werden und manchmal auch Huren.“

„Bitte musst du vor ihr so reden sie ist 6 aber weder dumm noch taub.“

„Das weis ich und nun mein letztes Wort. Wenn sie bis heute Abend nicht verschwunden ist wird sie morgen früh tot sein. Und solltest du es wagen zusammen mit ihr zu verschwinden dann schneid ich dir genauso die Kehle auf wie Celly.“ Er ging hinaus und knallte die Tür zu.

Die junge Frau weinte leise. Das Kind stand auf und streichelte ihr über den Rücken.

„Zieh dich hübsch an Samantha wir gehen spazieren. Zieh deinen besten Rock an. Noch etwas wenn dich jemand nach deinem Nachnamen fragt sag einfach du weist ihn nicht. Vergess ihn und wenn dir jemand einen neuen gibt dann folge ihn und höre auf diesen Menschen.“

Samantha nickte und zog sich um.

Ihre Mutter versuchte alles um sie in einem Heim oder bei der Kirche unter zu bringen und ging mit ihr Stundenlang durch die Straßen sie war schon weit weg von ihrer Gewohnten Umgebung und die junge Frau war müde. Es nützte nichts sie musste sie verstoßen vielleicht würde sie hier überleben es gab genug Kinderbanden hier, ihre Tochter war nicht dumm und hatte schon manches gesehen. Sie nahm ein paar Geldscheine aus der Tasche und gab sie ihr. Dann kniete sie sich vor ihr hin.

„Samantha ich liebe dich nicht ich hab dich nie geliebt und ich werde dich jetzt allein lassen wenn du mir folgst wirst du fürchterliche Prügel bekommen und wenn du jemals wieder nach Hause kommst werde ich dich so verprügeln das du nie wieder laufen kannst.“ Sie stand auf und wollte fort rennen aber Samantha rannte hinter ihr her. Was sollte sie nur machen? Jetzt fing Samantha auch noch an nach ihr zu rufen und zu weinen das tat sie sonst nie. Sie lief zu ihr zurück doch anstatt Samantha auf den Arm zu nehmen schlug sie ihr so heftig ins Gesicht das diese auf den Asphalt aufschlug und besinnungslos liegen blieb. Die junge Frau sah auf ihr Kind und fing heftigst an zu weinen dann rannte sie los weit weg von ihr damit sie wenigsten eine Chance hatte zu überleben. Als Samantha erwachte war ihre Mutter verschwunden, das Geld hatte ihr jemand geklaut und sie wanderte mit nichts durch die Straßen und wusste nicht wohin, aus Angst wurde Wut und mit wachsendem Hunger Hass.

 

Sapon saß auf einen Brunnenrand auf dem Großen Marktplatz von  Weiler er war hier in dem herunter gekommensten Teil von Weila aufgewachsen. Der 11 jährige Junge war groß für sein Alter. Die schwarzen Haare gaben ihm ein finsteres Aussehen und die braunen Augen schauten beobachtend um sich. Er wartete auf seinen Freund, etwas weiter weg von hier hatte er ein Haus gesehen in dem nur Ratten und ein paar andere Kinder hausten er würde es sich nehmen. Er nahm sich alles was er wollte und sein Ruf eilte ihn voraus. Angeblich hatte er seinen Stiefvater umgebracht. Nun ja so ganz unrichtig war das nicht. Doch es war eher Zufall gewesen. Er hatte ihn erwischt wie er seine kleine Schwester vergewaltigen wollte. Er hatte versucht ihn von ihr runter zu ziehen, doch er war zu schwach gewesen. Sein Vater ließ zwar von ihr ab aber er wollte sich auf ihn stürzen, zur Verteidigung schnappte sich Sapon eins der Scharfen Küchenmesser, das sein Stiefvater immer griffbereit in der Küche liegen hatte und dessen dämlicher Hund tat das seinige. Er wollte ihn auch angreifen dabei stolperte sein Stiefvater über den Hund und auf ihn, das Messer rammte sich in dessen Bauch. Sapon hatte es damals vor fast 2 Jahren einfach noch mal gedreht. Was dazu führe das seinem Stiefvater nicht mehr zu helfen war. Er ließ seine Mutter und seine Schwester mit der Leiche zurück und verschwand aus dessen Leben. Aber seid dem hatte er seinen Ruf weg. Zu dem kam noch das er sich schnell zu einem der besten jugendlichen Diebe hier entwickelt hatte. Es ging ihn wirklich gut. Wo blieb Will bloß? Gedanken verloren fütterte er die Tauben mit Brot die es hier in Massen gab. Er merkte erst spät dass ein kleines Mädchen den Tauben die Brotkrumen wegstahl. Er besah sich das kleine Ding mit den roten Haaren und viel zu großen Augen, das nun Forschend zu ihn aufsah. Er wusste das es falsch war so eine kleine Ratte zu füttern aber sie sah seiner Schwester ähnlich und was noch interessanter war sie bettelte nicht, obwohl sie riesigen Hunger haben musste so schnell wie sie das Brot runter schlang. Sie verschluckte sich und er zeigte auf den Brunnen und sie trank ein wenig davon bis sie aufhörte zu husten. Da war ja auch schon Will.

„Wo bleibst du solange?“

„Ich hatte noch was zu tun.“ Sagte der Blondhaarige Junge der zwar 2 Jahre älter war als Sapon aber sich ihn völlig unterordnete. „Seid wann fütterst du Ungeziefer?“

Er wies mit dem Kopf auf Samantha.

„Mehr durch Zufall, sie war schneller als die Tauben, sehr geschickt, diese Kleine.“ Er warf ihr wieder ein Stück zu.

„Ja und genauso geschickt wird sie bald irgendjemand die Eier kraulen. Komm wir haben noch etwas vor.“ Wills Mitgefühl für diese kleinen Kinder hielt sich in Grenzen, zu lange war er selber schon auf der Straße. Sapon beobachtete Samantha weiter sie zuckte nicht mal mit dem Gesicht bei Wills Beleidigungen. Sie sah ihn nur groß an. Was sollte es, sie hatten wirklich zu tun. Er nahm sein Taschenmesser aus seiner Hosentasche und schnitt ein größeres Stück Brot ab und gab es ihr. Sie bedankte sich stumm und nickte. Er nickte zurück und ging hinter Will her der schon vorgelaufen war. Sie waren schon ein ganzes Stück entfernt, als er nach seinem Taschenmesser suchte. Verdammt er musste es auf dem Brunnenrand liegen gelassen haben. Er sagte zu Will dass dieser warten sollte und ging zurück, das Messer war sehr teuer gewesen, eins der wenigen Sachen die er sich gekauft hatte, er wollte es wieder haben. Auf halbem Wege entdeckte er das Mädchen und sah das sie in ihrer viel zu kleinen Faust sein Messer hielt. Wollte sie es ihn nachbringen? Zumindest wurde sie dabei gestört er sah sie bei einem Mann stehen von dem bekannt war wofür er solche kleinen Mädchen haben wollte. Die Kleine wollte von dem Mann weg doch sie war zu nah an ihn heran gegangen er hielt sie mit einmal fest. Jetzt reichte es, sie würde nicht in seine Fänge geraten er rannte auf sie zu.

„Lass deine schmierigen Finger von ihr sie gehört zu mir, sie ist mein Eigentum. Sie hat mir nur mein Messer geholt.“

Der Mann grinste.

„Ich wusste es nicht, na ja viel sprechen tut sie ja nicht gerade. Ist sie stumm?“ fragte er.

„Nein ist sie nicht.“ Sagte Sapon obwohl er sich fragte woher er das wissen wollte sie hatte noch kein einziges Wort geredet auch jetzt blieb sie stumm und sah sie ihn mehr erwartungsvoll an als ängstlich.

Der Mann ging er hatte nicht vor sich mit diesem Jungen zu streiten so mutig war er nicht er hielt sich lieber an die ganz Kleinen. Sapon sah ihn wütend hinterher. Dann schaute er auf das kleine Mädchen.

„Wo sind deine Eltern?“ Eine unsinnige Frage aber eine bessere viel ihn nicht ein.

„Meine Mutter ist eine Hure und mein Vater ein Zuhälter der mich umbringen und in den Fluss werfen lässt wenn ich wieder nach Hause geh, wenn ich es finden würde, die alte Schlampe hat mich vor zwei Tagen ausgesetzt.“ Sie bückte sich und nahm das Stück Brot wieder auf das sie verloren hatte als der Mann sie festhielt. Sie machte es mit dem Messer etwas sauber dann gab sie es ihn zurück.

„Danke.“

Sie nicke wieder nur.

„Hast du auch einen Namen?“ Er seufzte und wusste genau wenn er ihn erst mal kannte war er nicht mehr fähig sie allein zu lassen.

„Ich heiße Samantha.“

„Samantha und wie weiter?“

„Ich habe keinen Nachnamen mehr.“

„Auch gut.“ Er klappte sein Messer auf und wollte sehen ob die Schneide noch in Ordnung war dabei sah er zufällig wie in einem Spiegel hinter den Häusern einen Regenbogen.

„Wie wäre es mit Samantha Regenbogen?“

Sie nickte wieder und erinnerte sich daran was ihre Mutter ihr gesagt hatte, er gab ihr einen Nachnamen sie würde ihn folgen wenn er wollte. Sapon klappt das Messer zusammen und kniete sich vor sie hin. Dann nahm er sie bei den Schultern.

„Du wirst mir jetzt genau zuhören, du gehörst jetzt mir. Du bist mein  Eigentum und wirst genau machen was ich dir sage auf niemanden anderen wirst du hören und wenn du nicht auf mich hörst werde ich es dir einbläuen.“

„Und wie heißt du?“

„Mein Name ist Sapon.“

„Gut.“ Sie hob ihre Hand und legte sie in seine. Er nahm sie und sie gingen zu Will.

„Nicht doch Sapon was soll das?“ er sah ihn zweifelnd an.

„Sie gehört zu mir und sollte es jemand wagen sie anzufassen ist er tot du kannst es gern weitersagen.“

„Wie du willst.“ Er hatte den drohenden Unterton verstanden.

Sie gingen zu dem Haus und innerhalb von einer Stunde hatte Sapon den Kindern beigebracht das er das Haus für sich beanspruchte. Samantha hatte gesehen das er ohne Rücksicht zuschlug. Als sie hoch ging um sich das Haus zu beschauen nahm er sie wieder bei der Hand und brachte sie zu einem der Größten Räume.

„Hier werden wir schlafen.“ Sagte er zu ihr.

Samantha schaute sich um in diesem Dreckstall sollte sie leben, aber er würde dafür sorgen das sie nicht verhungerte, also rang sie sich ein Lächeln ab und nickte wieder.

In der folgenden Zeit bracht er ihr alles bei was sie wissen musste um sich selbst zu versorgen und sie war eine gelehrige Schülerin. Er war sehr eisern, aber sie begehrt selten auf und er zeigte ihr wie sie sich gegen andere wehren konnte. Sie wurde zu seiner besten Schülerin und im Diebstahl konnte es ihr bald keiner nachmachen.

 

 

 



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